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Die neuesten Beiträge zur SFKV
Schweizermeisterschaft 2026 im Sportpanorama von SRF

Unsere Schweizermeisterschaft in Heimberg erhält Besuch vom Fernsehen: Am Sonntag, 13. September 2026, um 18.00 Uhr wird im Sportpanorama von SRF ein Beitrag über den Kegelsport und unsere Schweizermeisterschaft ausgestrahlt.
Dass sich das Schweizer Fernsehen für unseren Sport interessiert, freut uns sehr. In den vergangenen Monaten haben wir uns intensiv darum bemüht, die Schweizermeisterschaft und den Kegelsport auch ausserhalb unserer eigenen Kreise stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Die zunehmende Aufmerksamkeit in den Printmedien und nun auch das Interesse von SRF zeigen, dass diese Anstrengungen Wirkung zeigen.
Wir möchten die Gelegenheit nutzen, einem breiten Publikum zu zeigen, was hinter unserem Sport steckt: sportliche Leistung, Präzision und Konzentration, aber auch Kameradschaft, Tradition und viel persönliches Engagement.
Unser Wunsch ist, dass der Kegelsport wieder stärker wahrgenommen wird und auch Menschen erreicht, die bisher wenig oder keinen Kontakt zu unserem Sport hatten. Vielleicht weckt der Beitrag bei der einen oder anderen Zuschauerin oder beim einen oder anderen Zuschauer sogar die Neugier, Kegeln einmal selbst auszuprobieren.
Wir freuen uns auf den Beitrag und natürlich auf möglichst viele Zuschauerinnen und Zuschauer am Sonntag, 13. September, um 18.00 Uhr im Sportpanorama von SRF.
Placi Caluori und Beat Heini verhelfen Solothurn zu Gold

Die 71. Schweizer Meisterschaft der Schweizerischen Freien Keglerver-einigung (SFKV) ist gestartet. Die Wettkämpfe finden dieses Jahr in Heimberg statt. Am 29. August war die Eröffnungsfeier mit dem traditionellen Kantone-Wettkampf. Die Mannschaft Solothurn holte Gold. Placi Caluori aus Wolfwil und Beat Heini aus Balsthal leisteten als Beste im Team ihren Teil zur Medaille.
Die Schweizerische Freie Keglervereinigung (SFKV) führt heuer ihre 71. Schweizer Meisterschaft durch. Zum achten Mal werden die bedeutendsten Wettkämpfe des Jahres auf nationaler Ebene in Heimberg ausgetragen, organisiert vom SFKV-Unterverband Berner Oberland. Am 29. August gaben Heimbergs Gemeindepräsidentin Andrea Erni Hänni und der Zentralsportleiter Daniel Wyss die Bahnen im Kegelsportzentrum Rössli frei. Der traditionelle Kantone-Wettkampf bildete den Auftakt zur Schweizer Meisterschaft. Elf Mannschaften aus den Kantonen Aargau, Bern, Freiburg, Luzern, Obwalden, Nidwalden, Schwyz, Solothurn, St. Gallen, Zürich und den Halbkantonen Basel-Land und Basel-Stadt traten gegeneinander an. Die Keglerinnen und Kegler aus Obwalden und Nidwalden schlossen sich zum Team Unterwalden zusammen. Solothurn gewann Gold. Placi Caluori aus Wolfwil und Beat Heini aus Balsthal ebneten mit den besten Ergebnissen im Team den Weg zum Sieg. Bern erwarb Silber. Die Bronzemedaille ging an Aargau.
Während in der Aula Heimberg die Eröffnungsfeier über die Bühne ging, kämpften im Rössli die Kantone-Mannschaften um die Edelmetalle Gold, Silber und Bronze. Das Freiburger Team durfte zunächst auf einen vorderen Rang hoffen. Im Laufe des Nachmittags wurde es jedoch überflügelt, zuerst von den Luzernern und später auch von Solothurn, Bern und Aargau. Luzern wiederum musste den Aargauern, die als letztes Team kegelten, am Ende des Tages die Bronzemedaille überlassen.
Solothurn fand in den Bernern einen harten Gegner
Solothurn entschied den Kantone-Wettkampf mit einem Durchschnitt von 643 Holz für sich. Es war hart verdientes Gold, denn Bern zeigte sich als ernstzunehmende Konkurrenz. Einen entscheidenden Teil zu Solothurns Triumph steuerten Placi Caluori und Beat Heini bei. Caluori verbuchte als Teambester 654 Holz, Heini folgte Caluori mit 648 Holz. Drittbester der Mannschaft war Stefan Guldimann aus Lostorf mit 642 Holz.
Bern verpasste knapp den Sieg
Mit einem Mittelwert von 640 Holz unterlag der Silbergewinner Bern knapp gegen Solothurn. Jürg Soltermann aus Wattenwil war mit 666 Holz massgeblich am Erwerb der Medaille beteiligt. Er erreichte sowohl das mit Abstand beste Resultat im Team als auch das höchste Einzelergebnis des Tages. Ihm folgten Bruno Plüss aus Grasswil mit 647 Holz und Sven Scheidegger aus Eriswil mit 640 Holz.
Aarau blieb Bern auf den Fersen
Die Aargauer verdienten sich Bronze mit durchschnittlich 637.40 Holz. Der Abstand zu Bern betrug weniger als drei Holz. René Hüsler aus Gansingen führte im Team mit 651 Holz, gefolgt von Marius Langenegger aus Dietwil mit 649 Holz. Mit ihren beachtlichen Resultaten trugen sie wesentlich zur Medaille bei.
Mehr als eine ruhige Kugel schieben
Die SFKV hat zum Ziel, mit der 71. Schweizer Meisterschaft den Kegelsport in der Breite bekannter zu machen. Kegeln ist mehr als Bier trinken, Stumpen rauchen und eine ruhige Kugel schieben. Kegeln ist eine Präzisionsdisziplin auf hohem Niveau, die Präzisionstechnik, Fingerspitzengefühl, hohe Konzentration und mentale Stärke fordert. Ebenso wichtig wie gute Resultate ist der kameradschaftliche Zusammenhalt. Die SFKV sucht junge Nachwuchskeglerinnen und -kegler, die die Nischensportart mit nostalgischem Charme weiterleben lassen.
Livestream Kantonewettkampf 2026 (ohne Kommentator)

Solothurn gewinnt den Kantonewettkampf vor Kanton Bern und Aargau!
Die Schweizermeisterschaft der SFKV wird traditionell durch den Kantonewettkampf eröffnet. Seid LIVE mitdabei!
Verfolge den Kantonewettkapf unter nachfolgenden Kanälen:
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Weiterführende Links
- Die SM stand auf der Kippe – doch das Rössli ist bereit!
- Kantonewettkampf eröffnet die Schweizer Meisterschaften 2026
- Schweizer Meisterschaft 2026: Die entscheidende Phase beginnt
- Bahn 1 hatte ihren eigenen Kopf – oder: Wenn aus Hightech plötzlich Handarbeit wird
- 71. Schweizermeisterschaft 2026
- Broschüre
- Startpläne
Die SM stand auf der Kippe – doch das Rössli ist bereit!

Eine Explosion, viel Rauch und ein unglaublicher Einsatz: Die Schweizer Meisterschaften 2026 können stattfinden
Es sollte eine ganz normale Woche vor dem grossen Auftakt der Schweizer Meisterschaften 2026 werden. Doch am Montagabend, 17. August, gegen 22.00 Uhr kam plötzlich alles anders. Im Kegelsportzentrum Rössli in Heimberg ereignete sich eine Explosion in der Kühlanlage der Küche. Die Explosion löste einen Brand mit starker Rauchentwicklung aus. Glücklicherweise kamen dabei keine Personen zu Schaden. Anwohner reagierten rasch und konnten das Feuer bis zum Eintreffen der Feuerwehr weitgehend unter Kontrolle bringen. Die kurz darauf eintreffende Feuerwehr evakuierte vorsorglich das gesamte Haus. Die anwesenden Personen wurden durch die Sanität untersucht. Anschliessend konnte glücklicherweise Entwarnung gegeben werden: Es gab keine Verletzten.
Der materielle Schaden war allerdings erheblich. Die Kühlanlage wurde durch die Explosion vollständig zerstört. Besonders problematisch war, dass sich die elektrische Hauptverteilung des gesamten Hauses in unmittelbarer Nähe der Kühlanlage befand und durch die Explosion und den Brand schwer beschädigt wurde. Damit stand plötzlich eine Frage im Raum, die nur wenige Tage zuvor noch undenkbar gewesen wäre:
Kann die Schweizer Meisterschaft im Rössli überhaupt stattfinden?Ab Dienstag wurde angepackt
Viel Zeit zum Nachdenken blieb nicht. Bereits am Dienstag, 18. August, begannen die Sanierungsarbeiten. Sechs Personen machten sich daran, die beschädigte elektrische Anlage wieder instand zu setzen. Gleichzeitig nahm ein sechsköpfiges Reinigungsteam die umfangreichen Reinigungsarbeiten in Angriff. Rauch und Russ hatten ihre Spuren im Gebäude hinterlassen und mussten beseitigt werden. Was folgte, waren Tage mit enormem Einsatz. Elektriker, Reinigungskräfte, Helferinnen und Helfer arbeiteten mit grossem Engagement daran, das Rössli wieder für die bevorstehenden Wettkämpfe herzurichten.
Denn eines war allen klar:
Aufgeben war keine Option.Der Zeitplan ist eng
Der Zeitdruck war enorm. Bereits am Samstag, 22. August, sollen im Rössli die Trainings und internen Ausscheidungen der Kantonsmannschaften beginnen. Eine Woche später, am Samstag, 29. August, erfolgt dann der offizielle Start der Schweizer Meisterschaften 2026 mit dem Kantonewettkampf. Bis dahin muss das Rössli wieder bereit sein. Und genau daran wurde in den vergangenen Tagen mit Hochdruck gearbeitet.
Ein besonderer Dank an Ueli Stucki
Einen besonderen Dank verdient in dieser aussergewöhnlichen Situation Ueli Stucki. Der 80-Jährige kennt das Rössli wie kaum ein anderer. Als ehemaliger Besitzer des Hauses – das Rössli wurde inzwischen an seine Tochter übergeben – verfügt er über eine aussergewöhnliche Kenntnis des Gebäudes und seiner Infrastruktur. In der hektischen Situation nach der Explosion bewies Ueli einmal mehr, wie wertvoll Erfahrung, Übersicht und ruhiges Handeln sein können. Bereits bei der Brandbekämpfung handelte er umsichtig und effizient. Doch damit war sein Einsatz noch lange nicht beendet. Auch bei der anschliessenden Organisation der Sanierungsarbeiten war Ueli eine wichtige Stütze. Mit seiner Erfahrung und seinem persönlichen Einsatz half er mit, die notwendigen Arbeiten rasch zu organisieren und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Gerade in einer Situation, in der vieles zunächst unklar war, waren diese Ruhe, Erfahrung und Übersicht von unschätzbarem Wert.
Ein ganz herzliches Dankeschön, Ueli!
Die SM 2026 kann stattfinden
Die vergangenen Tage haben einmal mehr gezeigt, was hinter einer Schweizer Meisterschaft steckt. Nicht nur sportliche Leistungen und eine gute Organisation sind entscheidend. Eine solche Meisterschaft lebt vor allem von Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und dann anzupacken, wenn es schwierig wird.
Am Montagabend, 17. August, war nicht sicher, ob im Rössli wenige Tage später überhaupt wieder Kegelsport möglich sein würde. Am Samstag, 22. August, können nun voraussichtlich die Trainings und internen Ausscheidungen der Kantonsmannschaften beginnen. Und am Samstag, 29. August, soll dann mit dem Kantonewettkampf die Schweizer Meisterschaft 2026 offiziell eröffnet werden.
Die Schweizer Meisterschaft 2026 findet statt!
Das Organisationskomitee bedankt sich bei allen, die in diesen Tagen mitgeholfen haben – bei den Anwohnern, der Feuerwehr, der Sanität, den Elektrikern, dem Reinigungsteam und allen weiteren Helferinnen und Helfern. Und ganz besonders bei all jenen, die in diesen schwierigen Tagen einfach gesagt haben:
„Wir machen weiter.“
Das Rössli ist auf dem Weg zurück.
Die Bahnen warten.Am 29. August können die Kegel wieder fallen.
Guet Holz!
Kantonewettkampf eröffnet die Schweizer Meisterschaften 2026

Titelverteidiger Aargau trifft auf Gastgeber Bern – Spannung zum Auftakt garantiert
Mit dem traditionellen Kantonewettkampf beginnen am Samstag, 29. August 2026 im Kegelsportzentrum Rössli in Heimberg die Schweizer Meisterschaften 2026. Die besten Keglerinnen und Kegler der Kantonalverbände kämpfen gleich zu Beginn der Titelkämpfe um den ersten Meistertitel dieser Meisterschaftssaison.
Der Kantonewettkampf ist seit vielen Jahren ein sportlicher Höhepunkt im Kalender des Schweizerischen Freien Keglerverbandes. Neben hervorragenden Einzelleistungen zählt vor allem die Geschlossenheit des Teams. Jeder Wurf kann entscheidend sein, denn häufig liegen die Mannschaften am Ende nur wenige Holz auseinander.
Startreihenfolge
Startzeit Kantonalverband 09:00 Vorkegler 1 09:10 Vorkegler 2 09:20 St. Gallen 10:10 Basel-Stadt 11:00 Zürich 11:50 Schwyz 12:40 Freiburg 13:30 Unterwalden 14:20 Basel-Land 15:10 Luzern 16:00 Solothurn 16:50 Bern 17:40 Aargau Favoritencheck
Ein Blick auf die vergangenen Austragungen zeigt, dass sich an der Spitze ein spannender Wettkampf entwickelt hat.
Aargau reist als Titelverteidiger nach Heimberg. Nach den Siegen in den Jahren 2024 und 2025 möchte die Mannschaft den dritten Erfolg in Serie feiern. Mit Resultaten von 657,20 Holz im Jahr 2024 und 657,40 Holz im Jahr 2025 hat Aargau seine Klasse eindrücklich unter Beweis gestellt.
Der grösste Herausforderer dürfte erneut Bern sein. Die Gastgeber konnten den Kantonewettkampf 2023 gewinnen und belegten in den Jahren 2024 und 2025 jeweils den zweiten Rang. Vor heimischem Publikum werden die Berner alles daransetzen, wieder um den Sieg mitzuspielen und den Titel zurückzuerobern.
Auch Solothurn gehört zum erweiterten Favoritenkreis. Nach Rang 2 im Jahr 2023 und Rang 3 im Jahr 2025 hat der Verband mehrfach gezeigt, dass er über eine starke Mannschaft verfügt und jederzeit für eine Spitzenklassierung gut ist.
Luzern darf ebenfalls nicht unterschätzt werden. Mit Podestplätzen in den Jahren 2023 und 2024 gehört Luzern zu den konstantesten Mannschaften der vergangenen Jahre.
Doch der Kantonewettkampf hat immer wieder bewiesen, dass Überraschungen möglich sind. Eine ausgeglichene Mannschaftsleistung, Konzentration bis zum letzten Wurf und ein optimaler Wettkampfverlauf können die Rangliste entscheidend beeinflussen. Auch Basel-Land, Zürich, Schwyz, Freiburg, Basel-Stadt, Unterwalden und St. Gallen werden versuchen, die Favoriten zu fordern.
Spannung bis zum letzten Wurf
Die Voraussetzungen für einen spannenden Auftakt der Schweizer Meisterschaften 2026 sind geschaffen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen sich auf hochstehenden Kegelsport, spannende Entscheidungen und eine würdige Eröffnung der Titelkämpfe in Heimberg freuen.
Doch eine Schweizer Meisterschaft lebt nicht nur von den sportlichen Leistungen. Hinter einem solchen Anlass stehen viele freiwillige Helferinnen und Helfer, die mit grossem Einsatz dafür sorgen, dass sich Teilnehmende und Gäste rundum wohlfühlen.
Gastronomie mit Herzblut
Auch neben der Kegelbahn ist für das Wohl der Gäste und Teilnehmenden bestens gesorgt. Während der gesamten Wettkämpfe wird das Küchenteam unter der Leitung von Nelly Zimmermann mit viel Engagement und Liebe für das leibliche Wohl der Keglerinnen und Kegler, Helferinnen und Helfer sowie Besucherinnen und Besucher sorgen.
Die Gastronomie wird durch die Mitglieder des organisierenden Unterverbandes Berner Oberland in ehrenamtlicher Arbeit betrieben. Dieses Engagement ist ein wichtiger Bestandteil eines erfolgreichen Grossanlasses und zeigt die grosse Verbundenheit der Keglergemeinschaft.
Der gesamte Erlös aus der Gastronomie fliesst vollumfänglich in den Kegelsport zurück und kommt damit direkt der Kegelerschaft zugute. Mit einem Besuch im Restaurantbereich unterstützen die Gäste somit nicht nur den Anlass, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag zur Förderung unseres Sports.
Attraktive Tombola dank grossem Engagement
Ein weiterer Höhepunkt neben dem sportlichen Geschehen ist die Tombola. Dank des grossen persönlichen Einsatzes von Doris Schmid konnte mit viel Fleiss, Organisationstalent und zahlreichen Kontakten zu Sponsoren eine attraktive Auswahl an Preisen zusammengestellt werden.
Die Tombola ist ein weiteres Beispiel für das grosse ehrenamtliche Engagement, welches hinter einer Schweizer Meisterschaft steht. Zahlreiche Sponsoren haben mit ihrer Unterstützung dazu beigetragen, dass den Besucherinnen und Besuchern attraktive Gewinnmöglichkeiten angeboten werden können.
Der gesamte Erlös der Tombola kommt wiederum vollumfänglich der Keglergemeinschaft zugute und unterstützt damit direkt den Schweizer Kegelsport.
Willkommen in Heimberg
Das Organisationskomitee und der Schweizerische Freie Keglerverband freuen sich auf zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer, welche die Kantonalmannschaften unterstützen und gemeinsam mit den Sportlerinnen und Sportlern einen spannenden Auftakt der Schweizer Meisterschaften 2026 erleben.
Wir wünschen allen Mannschaften viel Erfolg, faire Wettkämpfe und «Guet Holz»!
Zentralvorstand auf Vereinsreise – oder: Was passiert, wenn Kegler zwei Tage lang nicht tagen müssen

Es gibt hartnäckige Gerüchte, wonach sich der Zentralvorstand ausschliesslich in Sitzungszimmern aufhält, Reglemente wälzt und den ganzen Tag über Kommas diskutiert. Am Wochenende vom 12./13. Juli wurde der Gegenbeweis angetreten.
Pünktlich um 08.00 Uhr versammelte sich die gut gelaunte Reisegruppe in Oensingen. Reiseleiter Nik Wendelspiess hatte das Wochenende minutiös geplant – was bei einem Vorstand ungefähr dem Schwierigkeitsgrad entspricht, einen Sack Flöhe zu hüten. Chauffeur Jonas übernahm die Verantwortung für den Kleinbus und brachte seine Passagiere trotz reger Diskussionen auf den Rücksitzen jederzeit sicher ans Ziel.
Bereits an der Raststätte Gruyère wartete der erste Höhepunkt. Nik hatte Sandwiches vorbereitet, die derart gut schmeckten, dass kurz darüber nachgedacht wurde, den weiteren Reiseplan zu streichen und den Rest des Tages auf dem Parkplatz zu verbringen.
Nach dieser Stärkung führte die Reise zum unterirdischen See von St. Léonard. Während der Bootsfahrt wurde es ungewohnt ruhig. Ob dies an der beeindruckenden Kulisse lag oder daran, dass einige Vorstandsmitglieder überlegten, wie man dort unten wohl eine Kegelbahn bauen könnte, konnte nicht abschliessend geklärt werden.
In Salgesch wurden wir vom Vorstand des Walliser Ladenkeglerverbandes herzlich empfangen und in die Geheimnisse des Ladenkegelns eingeführt. Dass Kegeln auch ohne unsere gewohnten Bahnen funktioniert, wurde zwar bewiesen – ob es alle gleich gut beherrschten, steht auf einem anderen Blatt. Die Resultate bewegten sich irgendwo zwischen "beeindruckend" und "mit viel Luft nach oben". Namen werden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes selbstverständlich keine genannt. Die Beteiligten wissen ohnehin selbst, wie sie gespielt haben.
Nach den sportlichen Strapazen führte der Weg zur Weinkellerei von Edmund Constantin. Dort wurden wir mit Walliser Spezialitäten und ausgezeichneten Weinen verwöhnt. Bereits nach kurzer Zeit war klar: Die Gastfreundschaft des Walliser Ladenkeglerverbandes ist mindestens so treffsicher wie dessen Kegler. Ein herzliches Dankeschön an Edmund und den gesamten WLKV für den grossartigen Empfang. Wer behauptet, Kegler könnten nicht geniessen, war definitiv noch nie im Wallis.
Am Abend bezogen wir das Hotel du Pont in Brig. Nach Apéro und Nachtessen wurden die Gespräche immer angeregter. Es wurden alte Geschichten erzählt, neue Ideen geboren und vermutlich auch das eine oder andere Problem des Schweizer Kegelsports endgültig gelöst. Leider konnte sich am nächsten Morgen niemand mehr genau erinnern, welche Lösungen das gewesen wären.
Nach einem gemütlichen Frühstück auf der Terrasse blieb noch Zeit für einen Bummel durch Brig. Glücklicherweise waren die meisten Geschäfte geschlossen. Das verhinderte grössere finanzielle Schäden und ersparte den Daheimgebliebenen die Frage, weshalb plötzlich ein Walliser Souvenir das Wohnzimmer ziert.
Anschliessend ging es hinauf auf die Moosalp auf rund 2'000 Metern über Meer. Die Strasse dorthin verlangte Chauffeur Jonas einiges ab. Spätestens nach der dritten Spitzkehre war allen klar, weshalb Reiseleiter Nik immer wieder betonte: «Jetzt wird's gleich noch schöner.» Er hatte recht. Die Aussicht entschädigte für jede Kurve und beim ausgezeichneten Mittagessen genossen wir die Bergwelt in vollen Zügen. Dass danach niemand mehr Lust auf eine Bergwanderung verspürte, dürfte ausschliesslich am hervorragenden Essen gelegen haben.
Der Heimweg führte über Goppenstein, den Autoverlad durch den Lötschberg, das Kandertal und Spiez zurück Richtung Heimat. Im Kleinbus wurde es zunehmend ruhiger. Einige genossen die Landschaft, andere schlossen vorsorglich die Augen – selbstverständlich nur, um Kräfte für die nächste Vorstandssitzung zu sammeln.
Zum Schluss noch ein Thema, das erfahrungsgemäss schneller diskutiert wird als jede Reglementsänderung: Wer hat das eigentlich bezahlt? Die Antwort ist einfach: Die Reise wurde vollständig privat finanziert. Die Mitglieder des Zentralvorstandes haben über viele Jahre ihre persönlichen Sitzungsgelder angespart und damit dieses Wochenende selbst bezahlt. Es wurde kein einziger Franken aus Mitgliederbeiträgen oder aus der Verbandskasse verwendet.
Bleibt noch eines festzuhalten: Zwei Tage ohne Traktandenliste haben dem Zentralvorstand offensichtlich nicht geschadet. Im Gegenteil – mit vielen schönen Erinnerungen, neuen Eindrücken und gestärktem Teamgeist kehrten alle wohlbehalten nach Hause zurück.
Und wer jetzt glaubt, der nächste Vorstandsausflug finde bereits nächstes Wochenende statt, den müssen wir enttäuschen: Zuerst müssen wieder einige Jahre Sitzungsgelder angespart werden.